Bobsport: Sperre für Olympiasieger Trunenkow wegen Doping

Dmitri Trunenkow wurde nun von seinem eigenen, russischen Bobverband gesperrt. Er hatte gegen Anti-Dopingrichtlinien verstoßen. Allerdings wird diese Sperre den 32-Jährigen kaum noch stören, hat er seine aktive Karriere doch ohnehin schon beendet. Die Sperre greift rückwirkend ab dem 19. April 2016 und gilt für vier Jahre. Das beschloss und verkündete zuletzt die russische Anti-Dopingagentur RUSADA am Dienstag. Allerdings kann sie natürlich keine sportlichen Ergebnisse rückwirkend beeinflussen.

Dopingfall war nicht bei Olympia

Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi hatte Dmitri Trunenkow mit dem russischen Viererbob die Goldmedaille gewonnen. Trunenkow fungierte dabei als Anschieber, war somit kein unerheblicher Faktor für den Gewinn der Goldmedaille. Allerdings hatte er später illegale Substanzen zu sich genommen, auf Deutsch gesagt: gedopt. Welche Substanzen das waren, teilte die RUSADA allerdings nicht mit. Gleichwohl teilte sie mit, dass das Doping nicht während der Olympischen Spiele in Sotschi im Jahr 2014 entdeckt worden seien. Vielmehr handele es sich um ein Vergehen aus dem Jahr 2016.

In Russlands Sport wird umfassend gedopt

Pikanterweise ist sein damaliger Chef im Bob, Alexander Subkow, mittlerweile Chef des russischen Bobverbands. Trunenkow ist Konstruktions- und Industrie-Ingenieur, mit 1,86m Körpergröße bei 104 Kilogramm Gewicht ist er ein Koloss von Mann, der einen solchen schweren Bob ordentlich in Bewegung bringen kann. Offenbar hat er sich aber genötigt gefühlt, dabei zuletzt mit etwas Unerlaubtem nachzuhelfen. In Zeiten, in denen ständig russische Athleten des – meist systematischen – Dopings überführt werden, keine Überraschung mehr.

Allerdings ein weiterer Beweis der vielen dunklen Seiten, die der russische Sport aufweist. Nicht zufällig hatte der Weltbobverband kürzlich Russland die eigentlich für Februar in Sotschi geplante Weltmeisterschaft entzogen. Grund waren die Enthüllungen umfassenden Dopings im sogenannten McLaren-Report. Dieses Turnier findet nun im deutschen Königssee auf der dortigen Bobbahn statt. Trunenkows Auffliegen mit Doping passt da nur allzu gut ins schlechte Bild.

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