Doping: Ist die Karriere von Ex-Boxweltmeister Alexander Powetkin beendet? Kampf am heutigen Abend abgesagt

Es sollte ein ganz großer Kampf werden: Am heutigen Samstagabend sollte in Jekaterinburg der Boxkampf zwischen dem Russen Alexander Powetkin und dem Kanadier Bermane Stiverne stattfinden. Doch wie die ausrichtende Worls Boxing Council (WBC) mitteilte, wurde bei dem Schwergewichtler nach dem Kampf am 30. April gegen Badou Jack in Washington D.C. das Anabolikum Ostarin nachgewiesen.

Alexander Powetkin: Bringt die B-Probe Entlastung?

Der Kampf wurde daraufhin abgesagt, doch das Team von Powetkin hat die Öffnung der B-Probe beantragt. Das wird zwar für den Kampf am heutigen Abend nichts bringen, doch der Ruf des Boxers steht natürlich auf dem Spiel. Sollte die B-Probe allerdings ebenfalls positiv sein, wird die Karriere des Russen wohl endgültig beendet sein. Der frühere Weltmeister hat von seinen 31 Profikämpfen nur einen verloren, nämlich den WM-Kampf am 5. Oktober 2013 in Moskau gegen Wladimir Klitschko. Er konnte von seinen 30 Siegen 22 durch K.O. erringen. Bereits zum Beginn des Jahres wurde bei einem Dopingtest eine verbotene Substanz nachgewiesen worden, auch hierbei wurde ein Kampf abgesagt: Der Titelkampf gegen den US-Amerikaner Deontay Wilder. Mit dem Kampf am Samstagabend hätte sich der Russe für einen weiteren Titelkampf qualifizieren können.

Der russische Sport am Ende

Es scheint so, als sei von den Russen in den nächsten Jahren auf sportlicher Ebene nichts mehr zu erwarten. Die Skandale häufen sich, der Sport gerät so auch immer mehr in Verruf. Der McLaren Report setzt immer mehr russische Sportverbände unter Druck, erste Sportler und Verbände überall auf der Welt haben bereits Boykotte gefordert, angedroht oder umgesetzt. Der Chefermittler der WADA, Richard McLaren, sagte während einer Pressekonferenz: „Das russische Team hat die Spiele von London in einer Weise korrumpiert, die nie dagewesen ist. Das ganze Ausmaß dessen wird wohl nie bekannt werden. Das Austauschen von Doping-Proben hat nicht mit der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele in Sotschi aufgehört.“ Der russische Leichtathletik Verband ist bereits international gesperrt. Dessen Präsident Dimitri Schliachtin sagte: „Wir stimmen zu, dass es in der russischen Leichtathletik Probleme gibt und das verbergen wir nicht. Wir arbeiten daran, diese Probleme so gut wir können zu eliminieren.“

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