Paralympics: Weitspringerin Low erhält als erste den „Keep-Fighting-Award“

26 Jahre alt ist Vanessa Low und äußerst erfolgreiche Leichtathletin. Bei den Paralympics in Rio de Janeiro gewann sie Gold im Weitsprung. Das hat sie im deutschen Sport zwar noch nicht zum Star gemacht. Allerdings erhält sie jetzt eine weitere Ehrung und ist dabei sogar Teil einer Premiere. Der von der Familie von Michael Schumacher ins Leben gerufene „Keep-Fighting-Award“ wird zum ersten Mal vergeben – und zwar an Vanessa Low.

Erstmalige Verleihung auf dem SPOBIS

Ab nächster Woche findet in Düsseldorf der jährliche SPOBIS statt, ein Sportbusiness-Kongress, zu dem alles aufläuft, was im deutschen Sportbusiness Rang und Namen hat. Und auch Vanessa Low wird anwesend sein, wird sie dort doch den „Keep-Fighting-Award“ erhalten. Die Familie von Michael Schumacher begründete die Vergabe an die Weitspringerin so:

„Low verkörpert jene Werte, die wir mit dem Award fördern möchten. Niemals aufgeben und trotz schwerer Rückschläge seine Zukunft positiv gestalten.“

Vanessa Low hatte beide Oberschenkel verloren, die ihr amputiert werden mussten. In Rio de Janeiro übertraf sie dennoch ihre eigene persönliche Bestleistung gleich mehrmals und wurde so Paralympics-Goldmedaillengewinnerin. Ihr bester Sprung endete schließlich bei 4,93m. Zudem holte sie über 100 Meter Sprint auch noch eine Silbermedaille, ist also gleich mehrfache Medaillengewinnerin.

Beine bei Zugunfall verloren

Low gab dann auch artig warme Worte an die Stiftung zurück. Sie bewundere die Familie Schumacher für ihren mutigen Schritt, außerdem stehe sie komplett hinter den Werten, die der Award verkörpere. Den Verlust ihrer Beine hatte sie 2006 noch als Schülerin auf tragische Weise erlitten, als sie im Gedränge vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde. Daraufhin begann die ohnehin sportbegeisterte Low, mittels Oberschenkelprothesen mit dem Laufsport zu beginnen. Später kam dann bei Low auch noch der Weitsprung hinzu – mit ausnehmend großem Erfolg zuletzt, wie das Gold in Rio de Janeiro unterstreicht.