Radsport: Armstrong weist Vorwürfe des Motordopings zurück

Neben dem erwiesenen Doping von Dauersieger bei der Tour de France Lance Armstrong stehen jetzt weitere Vorwürfe des Betrugs im Raum. In einer CBS-Sendung bekundete ein ungarischer Ingenieur namens Istvan Varjas, dass er 1998 einen Motor für Rennräder an einen Mittelsmann verkauft habe. Kurz darauf begann die Siegesserie von Lance Armstrong. Diese hatte er aber mithilfe von Dopingmitteln erreicht, weshalb er alle seine sieben Toursiege ohnehin bereits wieder verloren hat. Armstrong wie auch sein damaliger Rennstall sky dementierten, je etwas mit „irgendeinem Motor“ zu tun gehabt zu haben.

Auch der Rennstall will damit nichts zu tun haben

Varjas gab außerdem an, auch vor der Tour de France 2015 mehrere manipulierte Räder an einen Kunden verkauft zu haben. Dies will er sogar der französischen Polizei mitgeteilt haben, die in Sachen Sportbetrug äußerst rigoros vorgeht. Der Motor habe sich dabei im Radlager der Rennräder befunden, wiege etwa 800 Gramm, ermögliche aber eben Motorkraft zum Bewegen des Rades einzusetzen.

Die Organisatoren der Tour de France hatten vor einer Zeitfahr-Etappe alle Räder der Teilnehmer wiegen lassen. Dabei waren jeweils alle Räder des Rennstalls sky genau 800 Gramm schwerer gewesen als jene der Konkurrenz. Ein Wert, der im Profi-Radsport bemerkenswert ist, würden die Fahrer doch nicht freiwillig mit schwereren Rädern an den Start gehen als die Kontrahenten es tun.

sky-Fahrer räumten regelmäßig bei der Tour de France ab

Vier der letzten fünf Ausgaben der Tour de France hatte ein Fahrer von sky gewonnen. Ein Sprecher verkündete jetzt, dass man niemals einen mechanischen Antrieb verwendet habe. Allerdings bleibt diese Diskrepanz beim Gewicht recht ominös. Aufgeklärt ist dieser Fall noch nicht, aber weitere Ermittlungen laufen. Gut möglich, dass sich herausstellt, dass die Fahrer von sky tatsächlich auf unzulässige Hilfe zurückgegriffen haben. So lange nichts bewiesen ist, ist das aber nur eine Vermutung, die im Raum steht.
Foto:360b / Shutterstock, Inc.

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