Ringen: Universität von Columbia streicht Saison wegen Rassismus-Vorfällen

Während Tim Wiese als neuer Star der Szene hierzulande für einen neuen Wrestling-Boom sorgen könnte, stehen dem traditionellen Ringen in Columbia in den USA etwas düsterere Zeiten bevor – zumindest in Sachen der Universitäts-Sportszene. Denn die Leitung der Uni von Columbia hat nun die Saison des eigenen Ringer-Teams gestoppt.

Ringer der Universität sorgen mit Textnachrichten für Skandal

Allerdings ist es nicht so, dass der Universitätsleitung von Columbia die Sportart nicht gefallen würde. Vielmehr geht es um rassistische, frauenfeindliche und homophobe Vorfälle. Bei der Ringer-Abteilung der Universität von Columbia in den USA handelt es sich übrigens um die älteste Abteilung einer US-Hochschule in dieser traditionellen Sportart. Wie nun Medien berichten, soll es aber innerhalb des Teams einige Mitglieder geben, die mit rassistischen, frauenfeindlichen und homophoben Textnachrichten auf ihren Smartphones für Aufsehen erregt haben sollen. Bis zur kompletten Aufklärung der Vorgänge jedenfalls wird es keine Ringer-Saison an der Uni Columbia gehen, wie die Leitung der Universität mitgeteilt hat.

Trotzdem Hoffnungen für die Ringer-Fans in Columbia

Wie allerdings ebenfalls mehrere Medien in den USA berichten, gibt es dennoch Hoffnungen darauf, dass doch noch im Verlaufe der Saison an der Universität von Columbia Ringerkämpfe zu sehen sind. Denn nach Angaben eines Unisprechers wurde nur die Saison-Teilnahme vorerst gestoppt. Die Trainings im Team laufen aber nach wie vor in vollem Umfange. Sollten also die Vorfälle aufgeklärt werden können, steht wohl weiteren Kämpfen der Hochschul-Ringer nichts mehr im Wege. Vielleicht schon sind die Ringer der Columbia Universität am kommenden Wochenende bei den New York Championships mit von der Partie, nachdem die Matches am Sonntag in Binghamton bereits gestrichen worden waren.

Ringer aus Columbia offenbar schon seit drei Jahren mit entsprechenden Textnachrichten

In die Schlagzeilen geraten waren die Ringer der Hochschule am vergangenen Donnerstag. Denn eine News-Webseite aus Columbia, die von Studenten betrieben wird, berichtete an diesem Tag über die sexistischen, homophoben und rassistischen Textnachrichten. Dabei wurden Screenshots mit den Nachrichten-Texten der Ringer veröffentlicht. Die Messages wurden demzufolge in den vergangenen drei Jahren verbreitet. Danach gab es zahlreiche Proteste, Demonstrationen und auch eine Petition auf Change.org, bei der der Rauswurf der Ringer gefordert wurde.
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