Skandalspiel im Damentennis: In Hobart wollen beide verlieren

Dieser Skandal wirft kein gutes Licht auf die beiden Beteiligten, aber auch auf den Tennissport der Damen allgemein. Beim WTA-Tennisturnier in Hobart in Australien geschah im Achtelfinale das seltsame Ereignis, dass man beiden Spielerinnen anmerken konnte, dass sie die Partie unbedingt sofort verlieren wollten.
Wieso das und wer war beteiligt? Im Achtelfinale in Hobart trafen die Amerikanerin Sachia Vickery und die Belgierin Elise Mertens aufeinander. Wer diese Partie gewinnen würde, würde am Donnerstag sein Viertelfinale dieses WTA-Turniers austragen müssen. Gleichzeitig begann an diesem Donnerstag aber auch die Qualifikation fürs Australian Open.

Wettlauf um die früheste Aufgabe wird zur Farce

Da beide Spielerinnen nicht allzu hoch gerankt sind, würden sie also an dieser Qualifikation teilnehmen müssen, um ins Hauptfeld der Australian Open zu gelangen. Das erschien beiden erstrebenswerter, als in Hobart die nächste Runde zu erreichen. Allerdings durften die beiden Spielerinnen nicht vor Beginn der Partie aufgeben, weil sie sonst laut Reglement auch für die Qualifikation gesperrt worden wären. Also traten beide auf den Platz in der festen Absicht, das Spiel zu verlieren, bzw. möglichst als erste aufzugeben. Nach dem ersten Spiel ließen sich dann beide behandeln, Vickery war schneller damit, dem Schiedsrichter ihre Aufgabe zu signalisieren. Sie hatte dieses Rennen gemacht.

Für Vickery rächt sich diese Aktion

Doch kleine Sünden bestraft der liebe Gott bekanntlich sofort. Als sie dann am Donnerstag bei den Australian Open in der Qualifikation antrat, verlor sie prompt diese erste Partie und schied aus. Die Belgierin Mertens hingegen spielte fröhlich in Hobart ihr Viertelfinale, als sei sie nie angeschlagen gewesen – und gewann. Nun steht sie im Halbfinale des WTA-Turniers von Hobart und könnte dieses Turnier sogar noch gewinnen.

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