Ski alpin: Josef Ferstl wird Fünfter im Super-G!

Josef Ferstl hat bei den Skiwettbewerben in Santa Caterina einen sensationellen fünften Platz belegt. Noch geschwächt von einem Infekt im Magen-Darm-Bereich, war Ferstl nicht in voller Stärke ins Rennen gegangen. Zwei Tage vor seinem 28. Geburtstag hatte der Oberbayer dann aber mit diesem fünften Platz mehr erreicht, als er sich eigentlich ausgerechnet hatte. Zuvor hatte er eineinhalb Tage lang nichts essen können, was seinen Erfolg in diesem Rennen natürlich zu einem besonderen macht.

Josef Ferstl: Vorher die Verletzung, nun die Erkrankung

Außerdem hatte Josef Ferstl vor einem Jahr im Training eine schwere Verletzung erlitten. Er hatte sich im Training das Kreuzband gerissen. Danach war er lange Zeit außer Gefecht gesetzt, auch trainieren war natürlich nicht möglich. Im Ziel fehlten ihm dann 1,24 Sekunden auf den Sieger. Einerseits zwar eine halbe Welt im Skisport, andererseits war der Sieger Kjetil Jansrud aus Norwegen auch in den ersten beiden Rennen dieser Saison schon klar besser als der Rest des Feldes gewesen. Gleichzeitig ließ Fertl eine Kampfansage folgen:

„Der fünfte Platz ist super. Aber wir wollen weiter wachsen und sind auf einem guten Weg.“

Er will bei den nächsten Rennen also noch weiter vorne angreifen. Wenn er sich dann völlig von seinem Magen-Darm-Infekt erholt hat, wäre das vielleicht eine realistische Zielsetzung.

Sportdirektor Maier stimmt Josef Ferstl zu

Auch Sportdirektor Maier unterstützte diese Einstellung. Wenn man mit dem fünften Platz zufrieden sei, bleibe man eben Fünfter. Und das sei nicht das Ziel der deutschen Skisportler. Vor Ferstl war auch Andreas Sander im Super-G von Gröden Fünfter geworden. Ebenfalls eine gute Platzierung, aber eben nicht der Sieg. Bislang war Ferstl in seiner Karriere erst drei Mal unter die Top Ten gefahren, nun also das vierte Mal ein einstelliger Platz in der Endabrechnung. Man darf gespannt sein, wie viele weitere Plätze in den Top Ten Josef Fertl folgen lassen wird.

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