Spielabsprachen im Tennis: 34 Menschen in Spanien verhaftet

In Spanien hat eine großangelegte Aktion dafür gesorgt, dass 34 Menschen aufgrund von Manipulationen bei Tennisspielen verhaftet worden sind. Darunter befanden sich nach Informationen vom Donnerstag auch sieben Tennisspieler, jedoch keine bekannte Tennisgrößen. Denn die Spielmanipulationen – meist zu Lasten von Bet365 – geschahen in Future und Challenger Turnieren, nicht bei ATP oder WTA Matches.

Verhaftete Tennisspieler: einer unter 18 Jahre, andere unter den Top 30 in Spanien

Wie die Guardia Civil de Madrid informierte, fand die großangelegte Aktion in zehn spanischen Städten statt:

  • Sevilla,
  • Madrid,
  • La Coruña,
  • Pontevedra,
  • Córdoba,
  • Almería,
  • Huelva,
  • Cáceres,
  • Barcelona und
  • Badajoz.

Dabei wurden 34 Menschen verhaftet, die offenbar an Spielmanipulationen im Tennis beteiligt waren, wobei die Wetten über das Internet abgegeben wurden. Hierbei sollen sieben der 34 Personen selbst Tennisspieler gewesen sein. Einige der Spieler sind dabei offenbar Top 30 Spieler Spaniens. Ein weiterer wiederum soll unter 18 Jahren alt gewesen sein. Die Partien sollen bei 17 Turnieren in den oben aufgeführten Städten manipuliert worden sein.

Schaden der Manipulationen soll sich auf eine halbe Million Euro belaufen

Den Informationen aus Spanien zufolge ist bei diesen Manipulationen ein Schaden von gut einer halben Million Euro entstanden. Dabei sollen die Hauptverantwortlichen, die auch die Wetten abgegeben haben, in Sevilla und La Coruña ansässig gewesen sein. Offenbar wurden die Wetten über das Internet wenige Stunden vor den Matches selbst abgegeben. Wie die Verantwortliche der Aktion der Behörden, María Jiménez, erklärte, wurden diese Wetten vor allem bei Bet365 platziert. Die Tennisspieler müssen sich nun unter anderem wegen Korruption verantworten. Dafür sieht das spanische Gesetz Strafen zwischen sechs Monaten und vier Jahren vor. Zudem müssen sie befürchten, nie wieder bei Tennisturnieren spielen zu dürfen. Die Ermittlungen der spanischen Behörden dauerten den Informationen zufolge mehr als sechs Monate.

Spielmanipulationen ereigneten sich bei Futures und Challenger Turnieren

Die Spielmanipulationen ereigneten sich den am Donnerstag veröffentlichten Informationen zufolge bei Futures und Challenger Turnieren. Somit also fanden keine Manipulationen oder Spielabsprachen bei WTA oder ATP Turnieren statt. Bei diesen Matches warben die Hintermänner dieser Manipulationen Tennisspieler an, die nationale und internationale Spiele absichtlich beeinflussten. Hierbei wurden aber nicht auf Niederlagen in Matches wohl gewettet, sondern auf verlorene Sätze und Aufschlagspiele.
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