Tennis-As Kyrgios ist „only in it for the money“

Ehre? Ruhm? Das Ziel, der Beste in seinem Tun zu sein? Das sind alles nette Floskeln für den Tennisprofi Nick Kyrgios. Er hat allerdings ganz andere Gründe, Tennis auf höchstem Niveau zu spielen. „Money“ sagte er, das Geld, sei für ihn der Antrieb Nummer 1, um ganz oben mitzumischen. Und ebenso der aus diesem Geld resultierende Lifestyle. Der Australier mit den griechischen Wurzeln ist somit ganz offen und ehrlich – und möglicherweise auch nur einer von vielen im Tenniszirkus die so denken, während Nick Kyrgios es auch ausspricht.

Sperre nach lustlosem Auftritt in Shanghai

Das erst 21 Jahre alte enfant terrible ist immerhin schon bis zu Rang 13 der Weltrangliste aufgestiegen. Ob er eines Tages die Nr. 1 der Tenniswelt wird, interessiere ihn aber nicht. Er spiele den Sport vornehmlich fürs Geld. Auch ansonsten sei ihm egal, was andere Leute über ihn dächten – und erst Recht, was diese über seine „alles egal“-Haltung dächten. So kommt es dann wohl auch, dass Nick Kyrgios zuletzt nach einem extrem lustlosen Auftritt in Shanghai für acht Wochen von der ATP gesperrt wurde. Die Sperre wurde anschließend reduziert, weil Kyrgios an Sitzungen mit einem Sportpsychologen teilnahm. Hernach zeigte er sich dann doch reumütig:

„Ich werde auf und abseits des Courts an mir arbeiten. Mir tut das Ganze wirklich leid.“

Erste Anzeichen einer inneren Wende bei Kyrgios?

Wie ernst ihm diese Aussage ist, kann er in der nächsten Tennis-Saison unter Beweis stellen, die aktuelle ist für ihn bereits beendet. Immerhin deutete er zuletzt an, dass es da doch noch etwas geben könne, wofür es sich Tennis zu spielen lohnt, neben dem Geld und dem Lifestyle. Tennis „inspiriere“ andere Menschen, und das seine tolle Sache. Ob er sich bei seiner nächsten Eskapade noch an diese Aussage erinnern wird, bleibt allerdings abzuwarten.

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