Tennis: Kerber vor Australian Open nicht in Form

Wenn man der Ansicht Glauben schenken darf, dass eine verpatzte Generalprobe für eine gelungene Aufführung garantiert, darf Angelique Kerber frohen Mutes in die Australien Open gehen, die nächste Woche beginnen. Da diese Wendung aber aus der Theaterwelt stammt und nicht aus dem Sport, sollte Kerber sich vielleicht doch eher ein wenig Sorgen machen.

Beim letzten Turnier vor Beginn der Australien Open hatte sie überraschend gegen die erst 19 Jahre alte Russin Daria Kasatkina in zwei Sätzen verloren. Damit war dieses Vorbereitungsturnier für sie auch schon wieder beendet. Das in Sydney stattfindende Tennis WTA-Turnier hatte für sie ein Freilos in der 1. Runde vorgesehen, in der 2. Runde verlor sie dann gleich ihre erste Partie.

Rhythmus fehlt Kerber noch

Mit Kerber schieden auch schon Andrea Petkovic gegen Veronica Cepede Royg aus Paraguay aus, damit ist in Sydney keine deutsche Tennisspielerin mehr vertreten. Beide zeigten sich enttäuscht, Kerber aber besonders, da sie in Melbourne bei den Australian Open ihren Titel von 2017 verteidigen will.

„Ich bin noch nicht im Rhythmus, ich habe zu viele Fehler gemacht. Kein Gefühl für den Ball.“

So erklärte Kerber sich das überraschende Aus bei ihrem ersten Spiel in Sydney.

Saisonbeginn fällt Kerber immer schwer

Grundsätzlich fielen ihr die ersten Spiele eines Jahres immer besonders schwer, fügte die Weltranglistenerste des letzten Jahres noch hinzu. Um ihren Sieg in Melbourne vom letzten Jahr zu wiederholen, sollte sie aber möglichst schnell in Form kommen. Am 16. Januar 2017 beginnt das Turnier, bei dem Kerber an ihr bestes Karriere-Jahr überhaupt, 2016, anknüpfen will. John McEnroe prophezeite ihr dabei wenige Chancen. Kerber werde nicht lange die Nr. 1 der Welt bleiben, prognostizierte er. Nun ist es an Kerber, McEnroe zu widerlegen.

Foto: Leonard Zhukovsky / Shutterstock.com

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